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Das Meisterwerk der Rockgeschichte endlich auf Tour
geschrieben am 6. Juni 2010
Kein anderes Musikepos der Moderne hat die Massen so nachhaltig bewegt
wie "The Wall" von Roger Waters, dem Mitbegründer und vorrangigen
Songschreiber von Pink Floyd. Die wenigen aufsehenerregenden,
multimedialen Aufführungen der Originalproduktion haben zum Mythos
ebenso beigetragen wie der einzigartige Erfolg des Konzeptalbums, das
sich mehr als 40 Millionen Mal verkaufte und Klassiker wie "Comfortably
Numb", "Another Brick In The Wall", "Mother", "Run Like Hell" und "Young
Lust" hervorbrachte.
Jetzt haben zahlreiche Fans endlich
Gelegenheit, das bahnbrechende Meisterwerk original und live zu erleben.
Aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums der Veröffentlichung von "The
Wall" präsentiert Roger Waters, das kreative Genie der musikalischen
Pioniertaten von Pink Floyd, sein monumentales Projekt auf Tour. Die
Reproduktion des epochalen Rockdramas über Entfremdung und
Transformation enthält überarbeitete Fassungen aller Songs und sämtliche
Elemente der Originalproduktion, die mit Hilfe der heutigen Technik
aktualisiert wurden.
Obwohl kaum ein Werk der populären Musik
vergleichbare Anerkennung und Aufmerksamkeit erlangt hat, wurde "The
Wall" ursprünglich wegen seiner Komplexität nur 30 Mal in lediglich vier
Städten – Los Angeles, New York, London und Dortmund – aufgeführt. Eine
gigantische Zugabe gab es 1990 auf dem Potsdamer Platz, wo mehrals eine
halbe Million Menschen dem Spektakel beiwohnten. 1982 inszenierte
Regisseur Alan Parker "The Wall" als metaphorischen Musikfilm, dessen
Drehbuch Roger Waters schrieb.
Die Tourneeversion von "The Wall"
wird alle Produktionsteile und Spezialeffekte enthalten, die schon die
Erstaufführung zu einem Ausnahme-Erlebnis machten. Herzstück der Show
ist eine 73 Meter breite und knapp 11 Meter hohe Mauer, die in der
ersten Konzerthälfte errichtet und gegen Ende der Aufführung zerstört
wird. In Kollaboration mit dem ursprünglichen Karikaturisten und
Bühnenbildner Gerald Scarfe hat Roger Waters neue graphische Elemente,
Videos, Projektionen und Animationen zur Illustration der Musik kreiert,
um "The Wall" so aktuell und atemberaubend wie vor dreißig Jahren zu
präsentieren. Die Entwicklung der Projektionstechnik ermöglicht heute
eine Nutzung der gesamten überdimensionalen Mauerbreite. Natürlich
dürfen weder das abstürzende Kampfflugzeug noch die gigantischen,
aufblasbaren Puppen fehlen.
Mit "The Wall" erzählt Roger Waters
eine teilweise autobiografische Geschichte über Verzweiflung, Isolation
und Angst. Hauptakteur ist der Rockstar Pink, der während einer Tour mit
dem Ende seiner Ehe konfrontiert wird. Er überdenkt sein Leben und
beginnt, eine Schutzmauer um sich zu errichten. Die Steine der Mauer
symbolisieren die Ursachen für verschiedene Leiden wie eine erdrückende
Mutter, grausame Lehrer oder die untreue Ehefrau. Pink stellt sich vor,
in die Rolle eines faschistischen Diktators erhoben zu werden mit den
Zuschauern als devote Anhänger. Schließlich stellt er sich seinen
Peinigern und die Mauer beginnt zu bröckeln. Aber nach dem Einsturz
wachsen langsam andere Mauern, die einen permanenten Zyklus des
Gefangenseins suggerieren.
Die New York Times bezeichnete "The
Wall" 1980 als „Meilenstein der Rockgeschichte und Maßstab, an dem sich
alle künftigen Rockspektakel messen müssen". An dieser Bewertung hat
sich grundsätzlich nichts geändert.




























